in den letzten tagen ging es mir nicht gut. und so konnte ich auch nichts schreiben, denn wenn es etwas positives war („juhu, ich habe meine erste selbstverfasste steuererklärung abgegeben!“) kam mir das wie eine farce vor, so gespielt vor dem hintergrund meiner vorherrschenden grundstimmung. und negatives wäre schnell in eine leidende litanei verkommen darüber, wie schlecht es mir doch gerade geht. natürlich kenne ich auch gründe für diese meine stimmung, aber darüber möchte ich gar nicht sprechen.
….eigentlich wollte ich hier weiterschreiben, daß es mir jetzt wieder gut geht und wie das alles gekommen ist. sagen, daß ich jetzt nach vorne blicke und ich darum kämpfe, daß sich die wolken in meinem kopf wieder ein bißchen lichten. aber dann habe ich mit einer person telefoniert, die mit wenigen worten mein noch so zartes, wackeliges gerüst hat einstürzen lassen. jetzt bin ich vor allem wütend und traurig. wie soll ich das denn jetzt noch schnell herumreißen?

Veröffentlicht von aprikose am Juni 3, 2009 um 7:51
wackelig, ja. was ein paar worte bewirken können… genauso ging es mir vor wenigen tagen noch. einige wenige worte und plötzlich schwimmt man wieder, fühlt sich unfair behandelt, ist wütend und traurig zugleich.
inzwischen gehts uns beiden wohl schon etwas besser, aber trotzdem: viel stärke wünsch ich dir.
liebe grüsse,
aprikose