the limits of control

was ich eigentlich schreiben wollte, bevor mich das telefonat so völlig aus der bahn geworfen hat:

gestern abend war ich in dem neuen jim jarmusch-film. und auch wenn es zu weit gehen würde zu sagen, er habe mein leben verändert, so hat er mir doch für den moment den kopf gerade gerückt. der film selbst war großartig, wunderschön. ein gesamtkunstwerk. und wäre ich nicht ohnehin schon begeistert von seinen filmen, hätte mich spätestens dieser film wohl bekehrt. (und allerspätestens gael garcía bernal als mexikanischer cowboy, aber das gehört hier nicht hin).

die aussage des ganzen (zumindest für mich, und auch das trifft wieder die kernaussage) war: das leben, die realität, ist das, was du daraus machst und jede situation bekommt ihre wertigkeit dadurch, wie man sie betrachtet. natürlich spielt auch kunst und das verständnis dafür eine rolle, interpretiert doch jeder betrachter seine persönlichkeit, seine geschichte in das werk hinein, fühlt sich selbst in dem, was er sieht, was in diesem film zur metaebene gelangt, weil wir als betrachter den protagonisten auf beinahe voyeuristische weise, zumindest fühlt es sich so an, genau dabei beobachten.

mit diesen geballten impressionen habe ich gestern nach dem film schon den liebsten verschreckt, da hatte meine rezension allerdings nicht wenige zeilen sondern viele minuten. also, wer arthaus-filme mag und solche, bei denen einem das denken nicht abgenommen wird, wer sich nicht davor scheut, beim sehen auch etwas zu fühlen:::::::> ansehen!

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